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Treppenlift zum Stehen oder zum Sitzen? Alle Vor- und Nachteile im Überblick

Inhalt:

Wird die Treppe im eigenen Zuhause plötzlich zu einer Hürde, die nicht mehr wie gewohnt überwunden werden kann, ist ein Treppenlift die ideale Lösung. Doch nun steht natürlich die Frage im Raum: Soll es ein Sitzlift oder ein Treppenlift zum Stehen sein? Beide Systeme haben ihre Stärken und eignen sich für unterschiedliche Bedürfnisse. Während der klassische Sitzlift besonders beliebt ist und mit einer komfortablen Sitzgelegenheit punktet, überzeugt der Treppenlift zum Stehen dort, wo Platzmangel herrscht oder das Hinsetzen und Aufstehen Schwierigkeiten bereitet. Vielleicht wohnen Sie in einem Haus mit enger Wendeltreppe? Dann könnte ein Stehlift die passende Lösung sein. Oder wünschen Sie sich den größtmöglichen Sitzkomfort auf längeren Treppenwegen? In diesem Fall spricht vieles für den Sitzlift.

Sie sehen bereits: Die Entscheidung für das richtige Modell ist nicht immer einfach. Genau deshalb widmen wir uns in diesem Beitrag einem ausführlichen Vergleich: Welche Vorteile bieten Steh- und Sitzlifte jeweils? Wo liegen die Nachteile? Und wie finden Sie heraus, welche Variante zu Ihrem Alltag, Ihrer Gesundheit und zu den baulichen Gegebenheiten in Ihrem Zuhause passt?


Das Wichtigste in Kürze:

  • Während ein Treppenlift zum Sitzen mehr Komfort bietet, lässt sich ein Lift zum Stehen auch bei einem geringen Platzangebot gut realisieren.
  • Sitz-Treppenlifte im Überblick: komfortabel, sicher, im Vergleich günstiger, ausgestattet mit ergonomischem Sitz mit Fuß- und Armstützen, etwas kompliziertere Installation, längeres Stehen ist nicht nötig
  • Steh-Treppenlifte im Überblick: sicher, im Vergleich teurer, für schmale Treppen geeignet, ausgestattet mit Sicherheitsbügel oder Haltegriffen, einfache Installation, eigenständiges Hinsetzen und Aufstehen ist nicht nötig
  • Finanzielle Unterstützung: bei Pflegegrad bis zu 4.000 Euro Zuschuss pro Person über die Pflegekasse, KfW-Förderungen, regionale Förderprogramme, in manchen Fällen Unterstützung durch Unfallversicherung oder Berufsgenossenschaft, steuerliche Absetzbarkeit
  • Fazit: Welcher Lift der richtige ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter die baulichen Gegebenheiten und individuelle körperliche Voraussetzungen.

Inhalt:

  1. Stehtreppenlift vs. Sitztreppenlift
  2. Treppenlift stehend nutzen – platzsparend & knieschonend
  3. Sitzend im Treppenlift fahren – sicher & komfortabel
  4. Wissenswertes zur Installation eines Stehlifts bzw. eines Sitzliftes
  5. Gibt es einen mobilen Treppenlift zum Stehen ohne Installation?
  6. Für jede Treppenart gibt es den passenden Sitzlift
  7. Welche Kosten fallen für die unterschiedlichen Systeme an?
  8. Lassen Sie sich folgende Zuschüsse nicht entgehen:
  9. Unser Fazit zu den Themen schmaler Treppen-Stehlift, Stehlift beziehungsweise Treppenlift zum Stehen

Ein Treppenlift zum Stehen, der an einer Wand im Inneren eines Gebäudes angebrascht ist. Auf der rechten Seite ist eine Treppe, die nach oben führt.


Stehtreppenlift vs. Sitztreppenlift

Ein Treppenlift schenkt Ihnen mehr als nur Mobilität. Er bringt wieder Sicherheit, Selbstständigkeit und Lebensqualität in Ihr Zuhause. Wer über die Anschaffung eines Treppenlifts nachdenkt, möchte sich daher natürlich vorab genau informieren, beispielsweise über die Unterschiede zwischen einem Modell zum Sitzen oder einem Treppenlift zum Stehen. Beide Varianten verfolgen dasselbe Ziel: die sichere und komfortable Überwindung von Treppen im eigenen Zuhause. In einigen wesentlichen Punkten, die für die Kaufentscheidung entscheidend sind, variieren sie jedoch. Unter anderem bezüglich:

  • Sicherheit:
    Beim Sitztreppenlift sorgt ein stabiler Sitz mit Armlehnen, Sicherheitsgurt und Fußstütze für ein rundum geschütztes Fahrgefühl. Besonders für Menschen mit Gleichgewichtsschwierigkeiten ist dies ein großer Vorteil. Ein Treppenlift zum Stehen hingegen verfügt über Haltegriffe und eine klappbare Plattform, auf der Sie stehend befördert werden. Die Sicherheit ist auch hier gewährleistet, setzt aber voraus, dass Sie selbstständig sicher stehen können.
  • Komfort & Ergonomie:
    Der Sitzlift ist in Sachen Komfort kaum zu übertreffen. Sie nehmen Platz, lehnen sich zurück und lassen sich bequem nach oben oder unten fahren. Der Treppenlift zum Stehen ist dagegen platzsparender und ideal für Menschen, die Schwierigkeiten beim Hinsetzen oder Aufstehen haben. Er erfordert jedoch etwas mehr Körperspannung, da Sie die Fahrt stehend absolvieren.
  • Kosten:
    In der Regel sind Sitztreppenlifte die etwas günstigere Lösung, da sie häufiger verbaut werden und Standardmodelle sogar gebraucht oder zum Mieten erhältlich sind. Treppenlifte zum Stehen sind oft Sonderanfertigungen und können daher etwas teurer ausfallen.
  • Weitere Faktoren:
    Auch der vorhandene Platz im Treppenhaus spielt eine Rolle: Ist Ihre Treppe sehr schmal, kann ein Stehlift die bessere Lösung sein. Allerdings benötigen Sie hier eine minimale Deckenhöhe von 2,25 Metern über den gesamten Treppenverlauf. Dieser erste Überblick zeigt: Beide Systeme haben klare Stärken, aber auch Grenzen. Welche Lösung für Sie persönlich am besten passt, hängt von Ihrer individuellen Wohnsituation sowie Ihren körperlichen Voraussetzungen ab und erfordert daher immer eine kompetente Beratung vor Ort. Damit Sie vorab schon bestens informiert sind, schauen wir uns den stehenden beziehungsweise sitzenden Transport gleich etwas genauer an.

Treppenlift stehend nutzen – platzsparend & knieschonend

Ein Treppenlift hilft Ihnen dabei, die eigene Mobilität im Haus zu erhalten. Ob ein Treppenlift zum Stehen oder Sitzlift für Sie die bessere Wahl ist, hängt stark von Ihren individuellen Bedürfnissen und Ihrer Wohnsituation ab. Schon beim ersten Vergleich zeigen sich deutliche Unterschiede. Ein Steh-Treppenlift wird häufig dort eingesetzt, wo enge oder sehr steile Treppen eine Sitzlösung erschweren. Die Schienen des Stehlifts werden wie auch beim Sitzlift seitlich an der Wand entlang der Treppe montiert. Die Plattform beansprucht allerdings meist weniger Raum als ein Sitzlift – ein entscheidender Vorteil in engen Treppenhäusern, bei denen jeder Zentimeter zählt. Wohnen Sie beispielsweise in einem schmalen Altbau mit steiler Treppe? Dann können Sie bei einem Treppenlift zum Stehen einfach auf die Plattform steigen, sich am Sicherheitsbügel festhalten und bequem nach oben oder unten fahren. So bleiben Sie selbstständig und vermeiden die Belastung für Knie und Hüfte, die bei einem ständigen Auf- und Absetzen entstehen würde.

So funktioniert die Fahrt im Detail: Sie stehen auf einer stabilen Plattform, die mit rutschfesten Belägen versehen ist und Ihre Füße optimal positioniert. Ein Sicherheitsbügel oder Griff gibt zusätzlichen Halt während der Fahrt. Manche Modelle verfügen auch über einen Gurt, der die Position zusätzlich stabilisiert, ohne dass Sie sich hinsetzen müssen. Die Bedienung ist in der Regel wie bei allen Treppenliften intuitiv: Sie stellen sich auf die Plattform, halten sich an den Griffen fest und starten den Lift über einen leicht erreichbaren Hebel oder eine Fernbedienung. Besonders praktisch: Einige Stehlifte lassen sich zusammenklappen, wenn sie nicht genutzt werden, wodurch auch auf engen Treppen noch ausreichend Platz für andere Bewohner bleibt.

Sitzend im Treppenlift fahren – sicher & komfortabel

Der klassische Sitzlift ist die am weitesten verbreitete Variante und überzeugt vor allem durch Sicherheit, Komfort und Vielseitigkeit. Hier nehmen Sie auf einem ergonomisch geformten, gepolsterten Sitz Platz. Fußstützen und Armlehnen sorgen dafür, dass Sie während der Fahrt stabil und entspannt sitzen. Ein Gurt gibt zusätzlichen Halt und vermittelt ein sicheres Gefühl, besonders auf längeren Strecken oder bei kurvigen Treppen. Die Montage eines Sitzlifts erfolgt direkt an der Treppe oder am Treppengeländer. Gerade Treppen lassen sich schnell mit Standardmodellen ausstatten, während kurvige oder steile Treppen individuelle Maßanfertigungen erfordern. Keine Sorge: Auch für schmale Treppen gibt es Lösungen. Hierbei lassen sich beispielsweise die Sitze hochklappen, sobald der Lift nicht genutzt wird, sodass ausreichend Platz zum Gehen bleibt. Sie wohnen in einem Haus mit einer engen Wendeltreppe? Dann wird Ihr Sitzlift clever und individuell an diese Treppenmaße angepasst. Hierbei kann auch ein Modell mit in Fahrtrichtung drehbarem Sitz genutzt werden, denn das spart zusätzlich wertvolle Zentimeter.

Die Bedienung ist sehr einfach: Zuerst nehmen Sie Platz und machen es sich bequem. Die Fußstütze sorgt dafür, dass Ihre Beine stabil bleiben, die Armlehnen geben Halt beim Ein- und Aussteigen und der Sicherheitsgurt verhindert jegliches Abrutschen. Über einen Hebel oder eine Fernbedienung starten Sie den Lift, der sanft nach oben oder unten fährt. Viele Modelle bieten auch eine automatische Drehfunktion am Treppenende, sodass Sie beim Aussteigen direkt in Richtung Treppenpodest oder Flur gedreht werden. Das ist eine praktische Hilfe, gerade wenn Sie Mobilitätseinschränkungen haben. Unser Tipp: Mit einem passenden Treppenlift für den Außenbereich erreichen Sie auch Ihren Garten wieder mühelos.

Das ist ein Stehlift für Senioren, der an an einer Treppe angebracht ist.

Wissenswertes zur Installation eines Stehlifts bzw. eines Sitzliftes

Die Installation eines Treppenlifts zum Stehen unterscheidet sich in mehreren Punkten von der eines Sitzlifts, auch wenn das Grundprinzip ähnlich ist: Beide Systeme werden entlang der Treppe montiert, sodass eine sichere und stabile Fahrt gewährleistet ist. Beim Stehlift wird die Plattform meist direkt an der Treppenstufe oder dem Treppengeländer befestigt. Die Montage ist vergleichsweise unkompliziert, da keine Sitzkonstruktion benötigt wird. Dadurch beansprucht der Stehlift weniger Platz im Treppenhaus – ein entscheidender Vorteil bei sehr engen oder steilen Treppen. Eine Deckenhöhe von mindestens 2,25 Metern ist allerdings Voraussetzung. Viele Modelle lassen sich zudem zusammenklappen, wenn sie nicht genutzt werden, sodass andere Bewohner weiterhin bequem die Treppe passieren können.

Im Vergleich dazu erfordert die Installation eines Sitzlifts etwas mehr Planung. Der Sitz, die Fußstütze und Armlehnen benötigen ausreichend Platz und bei kurvigen Treppen ist oft eine maßgeschneiderte Schiene notwendig. Und auch an einen Abstellplatz muss gedacht werden, sofern der Sitz nicht klappbar ist. Der Vorteil: Sitzlifte bieten während der Fahrt mehr Komfort und Stabilität, während Stehlifte besonders dann punkten, wenn der Platz begrenzt ist oder das ständige Hinsetzen problematisch wäre. Essenziell bei beiden Varianten ist die professionelle Montage durch Fachpersonal. Nur so können Sicherheit, ein reibungsloser Betrieb und eine lange Lebensdauer garantiert werden. Zudem sollten regelmäßige Wartungen eingeplant werden – sowohl bei Steh- als auch bei Sitzliften. Ebenfalls wichtig: Falls Sie zur Miete wohnen, benötigen Sie für die Installation unbedingt die Genehmigung Ihres Vermieters.

Gibt es einen mobilen Treppenlift zum Stehen ohne Installation?

Vielleicht haben Sie, vor allem wenn Sie Mieter sind, bereits überlegt, ob es auch einen Treppenlift zum Stehen gibt, den man flexibel nutzen kann, ohne dass er fest installiert wird? Die Antwort ist leider eindeutig: Ein vollwertiger, sicherer und komfortabler Stehlift ohne Montage existiert nicht. Was es gibt, sind sogenannte manuelle Treppensteiger oder mobile Plattformen. Diese Geräte werden oft auf die Stufen gestellt und erfordern eine zweite Person, die sie von hinten oder von der Seite bedient. Das ist im Alltag natürlich unpraktisch. Darüber hinaus bieten Sie keinen eigenen Antrieb und sind daher während der Fahrt nur dann stabil, wenn Ihr Helfer bei der Nutzung viel Kraft und Geschick an den Tag legt – ein erhebliches Sicherheitsrisiko, besonders für ältere Menschen oder Personen mit eingeschränkter Mobilität. Zudem ist die Plattform oft klein und unbequem. Längere Fahrten werden dementsprechend anstrengend. Wer also dauerhaft mobil und selbstständig bleiben möchte, ist mit einem fest installierten Treppenlift – egal ob mit einem Sitzlift oder einem Treppenlift zum Stehen – deutlich besser aufgehoben. Hier genießen Sie langfristig Sicherheit, Stabilität und Komfort und müssen sich nicht auf wackelige Hilfsmittel verlassen.

Für jede Treppenart gibt es den passenden Sitzlift

Nicht jede Treppe ist gleich – und genau hier zeigen sich die Stärken eines Sitzlifts. Ob gerade, kurvig, schmal oder steil: Moderne Sitzlifte lassen sich flexibel an die baulichen Gegebenheiten anpassen.

  • Bei geraden Treppen sind Standardmodelle besonders schnell und unkompliziert zu installieren. Sie benötigen nur wenig Platz und bieten eine stabile, sichere Fahrt. Wohnen Sie beispielsweise in einem Einfamilienhaus mit gerader Treppe ins Obergeschoss, dann ermöglicht Ihnen ein Standard-Sitzlift sofortigen Komfort und Sicherheit beim Auf- und Absteigen, ohne dass zusätzliche Umbauten nötig sind.
  • Kurvige Treppen stellen besondere Anforderungen an das System. Hier wird die Schiene individuell angepasst, sodass der Lift jeder Kurve exakt folgt. Ihre Wohnung hat eine Wendeltreppe? Das ist kein Problem. Denn in diesem Fall werden die Schienen Ihres Sitzliftes maßgefertigt, sodass Sie sanft und sicher jede Kurve überwinden – selbst mit Gehhilfe oder Stock an Bord.
  • Bei schmalen Treppen kommt es auf die Platzersparnis an und hierbei gibt es gleich mehrere Ansatzpunkte. Moderne Sitzlifte lassen sich zum einen platzsparend fahren. Dazu wird der Sitz automatisch in Fahrtrichtung gedreht, sodass die Fahrt auf der Treppe weniger Breite in Anspruch nimmt. Zudem können viele Modelle platzsparend parken, beispielsweise auf der ersten Stufe oder um eine Ecke am Ende der Treppe, und sind zusätzlich noch klappbar: Sitz, Armlehnen und Fußstütze lassen sich hochklappen, wenn der Lift nicht genutzt wird, sodass genügend Platz zum Gehen bleibt. Auf diese Weise können Sie Ihre Treppe weiterhin problemlos nutzen, ohne dass andere Bewohner behindert werden.
  • Steile Treppen erhöhen die Anforderungen an Sicherheit und Stabilität. Ein Sitzlift ist hier besonders vorteilhaft, da Sie während der Fahrt fest sitzen und der Lift sich an die Neigung anpasst. Aus Erfahrung wissen wir: Oft sind Treppen ins Dachgeschoss oder auch in den Keller sehr steil. Mit einem individuell angepassten Sitzlift können Sie die Etage sicher erreichen, ohne Ihre Gelenke oder Ihren Kreislauf unnötig zu belasten. Stehen Waschmaschine oder Trockner im Keller, können Sie Ihre Wäsche bequem mit dem Lift transportieren.
  • Jede Treppe ist einzigartig – und so sollte auch die Lösung sein. MINOVA Treppenlifte bietet eine persönliche Beratung, bei der Ihre Wohnsituation, Ihre Gesundheit und Ihre Wünsche berücksichtigt werden. So erhalten Sie einen Sitzlift, der perfekt zu Ihrer Treppe passt, sicher und komfortabel ist sowie Ihnen langfristig mehr Lebensqualität bietet.

Welche Kosten fallen für die unterschiedlichen Systeme an?

Die Anschaffung eines Treppenlifts ist eine Investition in Sicherheit und Lebensqualität. Dabei unterscheiden sich die Kosten je nach Modell, Treppenart und individuellen Anpassungen deutlich – sowohl zwischen Sitzlift und Stehlift als auch innerhalb der Varianten. Sitzlifte sind die häufigere Wahl und oft in Standardmodellen verfügbar. Gerade Treppen lassen sich meist kostengünstig ausstatten, während kurvige Treppen oder besonders steile Varianten maßgefertigte Schienen erfordern und damit höhere Kosten verursachen. Je nach Ausstattung liegt ein Sitzlift für eine gerade Treppe zwischen 3.500 und 7.500 Euro, während kurvige Lösungen schnell 8.000 Euro oder mehr erreichen können. Zusätzliche Extras wie drehbare Sitze, klappbare Fußstützen oder automatische Start-/Stopp-Funktionen erhöhen den Preis, bieten aber auch mehr Komfort und Sicherheit. Unser Tipp: Bei MINOVA Treppenlifte können Sie auch gebrauchte Modelle kaufen oder Ihren neuen Sitzlift mieten.

Stehlifte sind oft Sonderanfertigungen, da sie weniger verbreitet sind und besonders bei engen Treppen Platz sparen. Die Anschaffungskosten liegen daher in der Regel etwas höher als bei Standard-Sitzliften – je nach Modell und Treppenlänge zwischen 6.000 und 12.000 Euro. Der Vorteil: weniger Platzbedarf, schnelle Montage und eine bequeme Nutzung für Menschen, die Schwierigkeiten beim Hinsetzen haben. Neben der Anschaffung fallen selbstverständlich bei allen Liftmodellen Wartungs- und Servicekosten an. Regelmäßige Inspektionen sind wichtig, um die Sicherheit und Langlebigkeit zu gewährleisten. Manche Anbieter bieten Wartungsverträge an, andere, wie MINOVA Treppenlifte, erstellen vor jeder Wartung ein individuelles Angebot. So wissen Sie immer genau, welche Kosten auf Sie zukommen.

Lassen Sie sich folgende Zuschüsse nicht entgehen:

Die Anschaffung eines Treppenlifts ist eine große Investition, aber sie dient Ihrer Sicherheit und Selbstständigkeit. Glücklicherweise können Sie finanzielle Unterstützung von verschiedenen Stellen erhalten. Es lohnt sich daher, mögliche Zuschüsse frühzeitig zu prüfen, um die Kosten spürbar zu reduzieren.

  • Wenn Sie einen anerkannten Pflegegrad haben, können Sie bei Ihrer Pflegekasse einen Treppenlift-Zuschuss beantragen. Dieser kann pro Person bis zu 4.000 Euro betragen und wird oft für die Anschaffung von Sitz- und Stehliften gewährt. Leben mehrere Personen mit Pflegegrad im Haushalt, können die Zuschüsse addiert werden (bis max. 16.000 Euro). Voraussetzung ist, dass der Lift dazu beiträgt, die Mobilität in den eigenen vier Wänden zu erhalten oder wiederherzustellen. Dies gilt übrigens auch für gebrauchte Treppenlifte, wodurch Sie Ihren Eigenanteil weiter reduzieren können.
  • Neben der Pflegekasse gibt es KfW-Förderungen, die Zuschüsse oder zinsgünstige Kredite für barrierefreie Umbauten bieten. Diese können sowohl Sitzlifte als auch Treppenlifte zum Stehen umfassen. Allerdings ist dieses stehende Budget häufig schnell ausgeschöpft, weshalb Sie Ihren Antrag frühzeitig und selbstverständlich vor dem Einbau einreichen sollten.
  • In manchen Bundesländern oder Kommunen sind regionale Förderprogramme oder Zuschüsse für die Umsetzung von Barrierefreiheit verfügbar.
  • Wenn die Notwendigkeit des Lifts auf einen Arbeits- oder Wegeunfall zurückgeht, kann eventuell die Unfallversicherung oder Berufsgenossenschaft kontaktiert werden.
  • Auch eine steuerliche Absetzbarkeit ist möglich. Sowohl die Anschaffung als auch die Wartung eines Treppenlifts können unter bestimmten Voraussetzungen als haushaltsnahe Dienstleistung oder außergewöhnliche Belastung geltend gemacht werden. Mit der richtigen Planung und Kenntnis der Fördermöglichkeiten lässt sich die Investition in einen Treppenlift also deutlich erleichtern – und Sie profitieren schnell von mehr Mobilität und Lebensqualität.

Unser Fazit zu den Themen schmaler Treppen-Stehlift, Stehlift beziehungsweise Treppenlift zum Stehen

Bei der Entscheidung zwischen einem Treppenlift zum Stehen und einem Sitzlift hängt vieles von Ihren persönlichen Bedürfnissen, der Treppensituation und Ihrem Komfortwunsch ab. Die folgende Checkliste fasst die wichtigsten Punkte übersichtlich zusammen. Im Endeffekt entscheiden natürlich Sie, welcher Aspekt Ihnen am wichtigsten ist.

  • Sicherheit: Während der Sitzlift durch seinen ergonomischen Sitz, die komfortablen Armlehnen und den Sicherheitsgurt ideal bei Gleichgewichtsstörungen ist, bietet der Treppenlift zum Stehen eine rutschfeste Plattform, Haltegriffe und einen Sicherheitsbügel. Er ist sicher, solange Sie während der Fahrt stabil stehen können.
  • Komfort: Der Sitzlift überzeugt durch eine bequeme Sitzposition, oft mit automatischer Drehfunktion am Treppenende, und ist damit besonders angenehm bei längeren Fahrten. Der Stehlift hingegen punktet mit Platzersparnis und der Möglichkeit, die Treppe im Stehen zu überwinden. Das ist ideal für Personen, die Probleme beim Hinsetzen oder Aufstehen haben.
  • Platzbedarf: Sitzlifte benötigen etwas mehr Raum auf der Treppe. Bei besonders schmalen Treppen können hierbei aber klappbare Sitze und Fußstützen sowie das Sitzen in Fahrtrichtung Abhilfe schaffen. Treppenlifte zum Stehen sind im Vergleich platzsparender, lassen sich oft zusammenklappen und beanspruchen so kaum Bewegungsfläche im Treppenhaus.
  • Installation: Bei geraden Treppen lassen sich Sitzlifte sehr schnell installieren, während bei kurvigen oder steilen Treppen individuelle Schienen angefertigt werden. Allerdings geht auch dies mit modernster 3D Vermessung mühelos und passgenau. Treppenlifte zum Stehen lassen sich direkt an den Treppenstufen oder am Geländer montieren, was die Installation meist etwas unkomplizierter macht.
  • Kosten: Standard-Sitzlifte sind oft günstiger, während maßgefertigte Lösungen für kurvige Treppen teurer ausfallen. Treppenlifte zum Stehen sind in der Regel Sonderanfertigungen und daher von Haus aus etwas teurer, bieten dafür aber Platzersparnis und eine schnelle Montage.
  • Förderung: Sowohl Sitz- als auch Stehlifte können durch Zuschüsse der Pflegekasse oder andere Förderprogramme finanziell unterstützt werden. Zudem können Anschaffung und Wartung unter bestimmten Voraussetzungen steuerlich absetzbar sein.

Insgesamt bietet der Sitzlift in den meisten Alltagssituationen den höchsten Komfort und die größte Sicherheit. Der Treppenlift zum Stehen punktet vor allem bei besonderen baulichen Gegebenheiten oder individuellen körperlichen Anforderungen. Durch eine persönliche Beratung vor Ort stellen wir sicher, dass Sie die für Ihre Situation passende Lösung erhalten und langfristig von mehr Mobilität und Lebensqualität profitieren. Unsere MINOVA Fachberater freuen sich auf Sie!

Über den Autor
Bild von Thilo Liebau
Thilo Liebau

Thilo Liebau ist technischer Leiter bei Minova Treppenlifte und gilt als ausgewiesener Experte für individuelle Treppenliftlösungen in Deutschland. Mit einem starken Praxisfokus, einem geschulten Blick für Qualität und einer hohen Kundenorientierung sorgt er seit Jahren dafür, dass Menschen sicher, komfortabel und zuverlässig mobil bleiben – auch bei komplexen Einbausituationen.

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